Kristian Hynek gewinnt erneut auf Elba

Kristian Hynek gewinnt erneut auf Elba

Routine, Klasse und die richtige Strategie: Krystian Hynek kann beim Capoliveri Legend Cup auf Elba seinen Vorjahres-Sieg wiederholen. Der Topeak-Ergon-Pilot setzt damit ein dickes Ausrufezeichen auf dem Weg zur Marathon-Weltmeisterschaft am 25. Juni in Singen.

„Die ersten zwei Stunden dachte ich nicht, dass ich heute gewinnen kann“, verriet Kristian Hynek. Dass er am Ende doch ganz oben auf dem Siegertreppchen stand, hat viel mit seiner Routine zu tun. Und der Fähigkeit cool zu bleiben und mit den gerade vorhandenen Mitteln den Ball im Spiel zu halten.

Die Erfahrung aus dem Vorjahr hatte Kristian auch die richtige Strategie gelehrt. So blieb er am Anfang ruhig, als die Italiener in den Downhills reihenweise attackierten. „Ich habe einfach nur versucht so gut wie möglich dabei zu bleiben um Energie zu sparen. Weil es dieselben 76 Kilometer waren wie 2016, wusste ich, die letzten 20 werden hart“, skizziert der EM-Dritte seine Strategie. „Ich habe alle Energie da reingelegt und attackiert.“

Der Plan ging auf, der 36-Jährige Tscheche in Diensten des Topeak-Ergon Racing Teams konnte die Italiener düpieren. Rasch hatte Hynek 20 Sekunden Vorsprung, baute ihn aus auf 35 Sekunden und versuchte die Führung dann ins Ziel zu bringen. Am Ende waren es 52 Sekunden auf den Italiener Tony Longo, der mit Juri Razzoli und Francesco Casagrande zwei weitere Azzurri auf die nächsten Plätze verwies.

Weil sich im geschlagenen Feld auch Europameister Peter Pruus und weitere Weltklasse-Fahrer befanden, konnte Hynek zufrieden die Fähre aufs italienische Festland besteigen. „Ich bin glücklich über den Sieg. Er zeigt mir, dass die Form gut ist und gibt mir Selbstvertrauen in Richtung WM in Singen“, bilanzierte Hynek.

Alban Lakata freute sich für seinen Team-Genossen. „Toll für das Team und für Kristian“, meinte der Vize-Weltmeister. Mit sich selbst war er nicht ganz zufrieden. Es sprang nur Rang 15 heraus. Im Hinblick auf die WM-Vorbereitung wollte er dem aber nicht zu viel Bedeutung zuschreiben.