Weltcup Houffalize: Kalentieva verpasst Podium nur knapp
16.04.2012
Während Irina Kalentieva vom Topeak-Ergon Racing Team beim Weltcup in Belgien auf Platz 6 nur knapp das Podium verpasst, reicht es für Kurschat, Mennen und Lakata nur auf Platzierungen ab Rang 31.
Der Auftritt des Topeak-Ergon Racing Teams beim zweiten Weltcup-Rennen der Saison im belgischen Houffalize am gestrigen Sonntag war unterschiedlich. Gelang Irina Kalentieva mit einer starken Vorstellung fast der Sprung aufs Podium, reicht es für Wolfram Kurschat nach gutem Auftakt leider nur auf Platz 31. Robert Mennen und Alban Lakata folgten auf den Plätzen 49 und 54.
Irina kam auf der neuen, anspruchsvollen und 5,3 Kilometer langen Strecke in Houffalize sehr gut zurecht. Auffallend war der neue Zickzack-Kurs der als Downhill-Passage kurz vor der Zieldurchfahrt in den Hang gefräst wurde. Zwar sehr steil, aber technisch nicht unbedingt anspruchsvoll. Ansonsten waren die kurzen, knackigen Anstiege und Richtungswechsel sehr Kräfte raubend und stellten hohe Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit der Athleten.
„Ich wäre heute schon gerne aufs Podium gefahren, aber letztendlich bin ich mit dem 6. Platz sehr zufrieden“, erklärte die zweifache Weltmeisterin hinterher. Bei so einem Rennen wie in Houffalize sei es immens wichtig direkt von Anfang an ganz vorne mit dabei zu sein. „Denn“, so Kalentieva, „drei oder vier Fahrerinnen setzen sich auf so einer Strecke immer ab, weil du auf den engen Abfahrten immer von den vorderen ausgebremst wirst. Aber gegen Ende des Rennens bin ich immer näher ran gekommen. Noch eine Runde, dann hätte es mit dem 5. Platz vielleicht noch geklappt“, grinste die sympathische Ergon-Racerin.
Für Wolfram Kurschat verlief das Rennen nach starkem Auftakt leider nicht optimal. Hatte er doch insgeheim gehofft, heute seine Qualifikation für Olympia klar zu machen. Doch dafür hätte der amtierende deutsche Vizemeister unter die ersten 15 fahren müssen. „Ja schade“, meinte Wolfram hinterher. „Dabei lief der Start heute für meine Verhältnisse gar nicht so schlecht.“ Platz 50 wurde ihm zugerufen. Dann arbeitete sich Kurschat wie gewöhnlich Platz um Platz nach vorne.
Nach drei Runden hatte er schon 20 Fahrer hinter sich gelassen, doch dann hatte der 36-Jährige auf einmal nichts mehr zuzusetzen: „Aufgrund der Kälte hatte ich zu wenig getrunken und dann irgendwann keine Power mehr für die ständigen kurzen Antritte“, so Kurschis Analyse nach dem Rennen. Trotzdem schaut der Wolfman zuversichtlich auf das nächste WC-Rennen am 13. Mai in Tschechien: „Zum Einen habe ich heute wieder einige Startplätze gut gemacht und zum Anderen liegt mir die Stecke wegen der längeren Anstiege und der besseren Möglichkeiten zum Überholen!“
Auch Robert Mennen und Alban Lakata hatten sich eigentlich bessere Platzierungen erhofft, sind jedoch knapp zwei Wochen nach den Strapazen des Cape Epic in Südafrika nicht unzufrieden mit ihren Leistungen.
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